Wir waren im Hundehotel!

Ich hatte es schon lange vor, jetzt haben wir es ausprobiert, unser erster Besuch in einem Hundehotel.

Ich muss gleich vorwegschicken, dass ich sehr lange recherchiert und überlegt habe, ob ein Hundehotel das Richtige für uns ist. Ich war davon überzeugt, dass es für Lucy der perfekte Urlaub werden sollte, leider habe ich mich getäuscht. Wobei es nicht am Hotel gelegen ist, um das Hotel Riederhof in Tirol gleich in Schutz zu nehmen, sondern an unserem Hund.

Aber einmal alles von Anfang an.

Ich habe mich für das Hundehotel entschieden, da es laut Beschreibung und Angeboten, wirklich auf die Besucher auf vier Pfoten spezialisiert ist, das entspricht auch der Realität. Selten habe ich so ein hundefreundliches, gelassenes Personal im Umgang mit Hunden erlebt.

Nach der Ankunft in Ried im Oberinntal, haben wir sofort den 1000m2 großen eingezäunten Hundespielbereich begutachtet. Lucy hat sich gleich in den eigens angelegten Hundeteich gestellt, an diesem Tag hatte es über 30 Grad. Der Teich ist zwar etwas verdreckt, Lucy hat das aber überhaupt nicht gestört. Zudem befinden sich in diesem Bereich Agility Geräte (Röhren, Brücken, Stangen etc.) – dem Hundeherz wird hier fast alles geboten, was es benötigt.

Danach gings ab ins Zimmer, das auch mit eigener Hundedecke und Napf ausgestattet wurde. In das Bett dürfen die Hunde nicht, jedoch wird eine Überwurfdecke zur Verfügung gestellt, somit kein Problem;-)

Die Gegend ist für Hunde ein Traum, wunderschöne Wanderwege und Wald, wohin das Auge blickt.

Das Hotel bietet auch eigene, geführte Wanderungen mit Hund an (ab 3 Teilnehmern), ein tolles Service.

Beim Abendessen sind Hunde ebenso erlaubt, wie beim Frühstück: Hunde können in diesem Hotel wirklich fast alles machen – außer im Menschenpool schwimmen, aber sie haben ja einen eigenen Hundepool;-)

Alles in allem somit wirklich toll gemacht, jedoch hat ein Hundehotel an sich, dass wirklich viele Hunde dort gastieren.

Und hier liegt unser Problem zugrunde. In so einem Umfeld, meinen Hundeliebhaber natürlich, jeden Hund streicheln und anfassen zu können, der ihnen entgegenkommt. Natürlich gehen diese Hundebsitzer davon aus, dass jeder Hund so unproblematisch ist, wie ihr eigener (auch wenn das in der Realität meistens natürlich gar nicht so ist). Somit waren wir mit Lucy, die ja bekanntlich Angst vor fremden Menschen hat, die sie angreifen, ständig in der stressigen Situation die Streichelattacken abwehren zu müssen.

Wie besserwisserische Hundebesitzer halt oft sind, glauben sie uns auch nicht, dass: „dieser wunderschöne, süße Hund“ schnappt. Doch.

Somit war der Aufenthalt teilweise wirklich anstrengend. Auch die Tatsache, dass 20-30 Hunde, die zwar in einem Hotel übernachten, sich aber nicht auf natürliche Art und Weise kennenlernen können/dürfen (an der Leine, beim Essen), dazu tendieren sich gegenseitig anzubellen oder anzuknurren, entspannt die allgemeine Situation nicht unbedingt. Somit gab es beim ersten Abendessen ein dauergebell und geknurre, fast schon skurril.

Somit ist mein Fazit: wenn man keinen pflegeleichten, mit Hund und Mensch immer verträglichen Hund hat, kann der Aufenthalt in so einem hundefreundlichen Hotel etwas anstrengend werden;-) Für alle Wuffis da draußen, die Mensch und Hund lieben, hin mit euch – ihr werdet es lieben!

Hier ein paar Impressionen der wunderschönen Landschaft und vom traumhaften Außenpool, auch die Spa-Angebote kann ich schwerstens empfehlen.