Hundekontakt an der Leine – NEIN!

Gestern hat unser Hundetrainer auf Facebook ein Statement zum Thema: „Sozialkontakt an der Leine Tabu“ geteilt, das ich sehr treffend finde und es hier in Auszügen zitieren werde.

Wieviel Sozialkontakt brauchen Hunde? Diese Frage beschäftigt mich intensiv, seitdem Lucy bei uns eingezogen ist. Reicht der Kontakt zum Menschen oder muss man seinen Hund unter Hunde lassen?

Ich denke, dass der engste Kontakt zu „seinem Menschen“ besteht, der gehört unbedingt aufgebaut.

Meinen Beobachtungen nach, läuft das unter Hunden anders. Nicht jeder Hund will mit jedem Hund in den sozialen Kontakt treten. Anfangs war Lucy mit jedem Hund verträglich, egal ob an der Leine oder nicht.

Mittlerweile schaut das ganz anders aus. Ist sie an der Leine, wird das vierbeinige Individuum schon aus der Ferne angeknurrt, oft folgt lautes Bellen. Ich habe mich oft gefragt, warum Lucys Verhalten sich so stark geändert hat.

Vielleicht schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden, oder es ist einfach Charaktersache. Sicher spielen auch Sympathien eine große Rolle, wie beim Menschen;-) Wenn sie frei laufen kann, verhält sie sich ganz anders, deshalb bin ich immer froh, wenn andere Hundebsitzer ihre Vierbeiner auch an der Leine bei sich führen und nicht zu jedem Hund lassen.

Hier nun Auszüge aus dem Text, den Originaltext findet ihr hier:

Es ist eine ganz einfache Regel: Hunde an der Leine haben an anderen Hunden nichts zu suchen, schon gar nicht, wenn der andere Hund ebenfalls an der Leine ist oder ohne zu fragen oder wenn sich die Hunde nicht kennen.

ÜBER DEN SINN UND ZWECK

Die Hundeleine ist NICHT dazu da, dass der Hund den Menschen dahin zieht, wo er ihn haben will – das gilt natürlich und im Besonderen auch für die so weit verbreitete Flexileine.

Eigentlich würde es als Grund gegen Sozialkontakte an der Leine schon reichen, wenn ein Hundehalter sagt: „Bitte nein“ – da diese nette Bitte aber oftmals mehr Fragen und Widersprüche provoziert als Verständnis, seien in der Folge auch „handfeste“ Gründe aufgeführt, die dagegen sprechen, angeleinte Hunde zueinander zu lassen.

DIE LEINENREICHWEITE IST EIN PRIVATER BEREICH
Der Hund bekommt einen – durchaus kleinen – Radius, in dem er sich frei bewegen kann und darf – er darf aus diesem Bereich nicht raus und im Gegenzug soll auch niemand sonst in seinen privaten Bereich, seine „Schutzzone“ eindringen.

DIE LEINE BIETET SCHUTZ
Viele Hunde empfinden eine Leine oftmals als Schutz, sie gibt ihnen durch die fühlbare Verbindung zum Hundehalter Sicherheit. Werden diese Hunde nun permanent von anderen belästigt, beschnuppert oder sonst wie kontaktiert, so kann das einen Hund verunsichern, er empfindet die Hundeleine, die Verbindung und letztlich seinen Menschen nicht mehr als vertrauenswürdig.

„AN DIE LEINE NEHMEN“ IST EINE AKTIVE BEZEICHNUNG
Wer den Hund angeleint hat, der gibt Richtung und Tempo vor und fordert vom Hund Konzentration auf sich selbst. Wer seinen Hund an der Leine zu anderen hingehen lässt, der tut das in den wenigsten Fällen „aktiv“ – meistens wird der Mensch vom Hund richtig gehend zum Artgenossen gezerrt.

VERLETZUNGEN SIND VORPROGRAMMIERT
Treffen sich zwei angeleinte Hunde ist das Risiko von Verletzungen relativ groß. Einerseits für die Hunde selbst – durch (spielerische) Sprünge ins Halsband, aber auch für die Hundehalter.

HUNDE RIECHEN WEIT

Ja, sie können sich auch aus de Ferne riechen und müssen sich dafür nicht berühren;-)