Futtermittelallergie oder Futtermittelunverträglichkeit?

Ob der Hund eine Futtermittelallergie oder Futtermittelunverträglichkeit hat, ist nicht einfach herauszufinden – uns ist es – zumindest teilweise, gelungen.

Seitdem Lucy bei uns eingezogen ist, kämpfen wir mit Durchfall, Darmkrankheiten und schlechtem Kot. Zudem hatte sie in unregelmäßigen Abständen Juckanfälle, bei denen sie fast verrückt wurde. Hier half es nur noch ein Histamin zu spritzen, um den Juckreiz zu lindern.

Nach etlichen Tierarztbesuchen und Spritzen gegen den Durchfall und das Jucken, haben wir uns dazu entschlossen den sogenannten Sensitest durchführen zu lassen, um eine Futtermittelallergie oder Futtermittelunverträglichkeit, ausschließen zu können.

Unser Tierarzt war sehr skeptisch, da er selbst nicht wirklich an den Sensitest glaubte, jedoch wussten wir auch nicht mehr, was wir ansonsten noch tun konnten. Der Hund war arm, ständiger Durchfall, weicher Kot und Jucken könnte nicht angenehm sein.

Gesagt getan, einmal Blutabnehmen, € 180,- und eine Woche später waren die Ergebnisse da:

Sensitest, Futtermittelallergie
Sensitest, Futtermittelallergie, ©pfotenkino
Sensitest, Futtermittelallergie
Sensitest, Futtermittelallergie, ©pfotenkino

Das Ergebnis war leider etwas enttäuschend, da eigentlich nichts konktrets festzustellen war, außer, dass Lucy bei Rindfleisch die stärksten Allergiereaktionen zeigt. Somit waren wir wieder am Anfang und unser Tierarzt empfahl uns eine Ausschlußdiät durchzuführen. Erlaubt waren nur Lebensmittel, die mit 0 ausgewiesen waren. Das stellte uns vor eine neue Herausforderung, da die einzige Fleischsorte mit „0“ Truthahn war:-/

Wir haben Gott sei Dank schnell Hundefutter mit Truthahn gefunden und seitdem hatte Lucy keine einzige Juckattacke mehr – Hurra! Auch die Kotqualität hat sich merklich verbessert, obwohl sie da wahrscheinlich immer anfällig sein wird.

Zusammengefasst hat uns der Sensitest sehrwohl geholfen, da wir ansonsten keinen Anhaltspunkt für die Ausschlussdiät gehabt hätten.

 

Zu den Symptomen und dem Vorgehen bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeit schreibt hunde-ratgeber.eu: Beim Verdacht, dass der Hund an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit bzw. unter einer futterbedingten Allergie leidet, ist eine Ausschlussdiät – auch Eliminationsdiät – die erste Maßnahme um einem Hund Linderung der Symptome zu verschaffen und auch um die Ursache der Reaktion zu finden. Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann sich anhand vieler Symptome zeigen. Oft leiden betroffene Hund unter starkem Juckreiz, vornehmlich an den Pfoten, am Schwanzansatz, in den Leisten und Achseln, sowie im Gesicht und an den Ohren. Nicht selten sind dort auch Hautveränderungen erkennbar wie Rötungen, Entzündungen oder Pusteln / Pickel. Ohrenentzündungen und/oder ein ständiger unangenehmer Geruch aus den Ohren können auch auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hindeuten.

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